Nutzung von MindMaps im Unterricht

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Autor: Stuart Mitchell, Gloucestershire College, Cheltenham
Übersetzung: Rebekka Wilpert, Sozialforschungsstelle der Technische Universität Dortmund, Dortmund

Contents

Lernziele

MindMaps (zum Wikipedia-Eintrag) sind eine gute Methode um Ideen zu sammeln und Vorgehensweisen grafisch zu dokumentieren. Dieser Artikel soll Ihnen die Vorteile von MindMaps in Bezug auf Planung, Bewältigung und Erstellung von Arbeit aufweisen.

Beispiel MindMap














Einführung

Um zu verstehen, wie sich der Einsatz von MindMaps positiv auf den Lerneffekt auswirken kann, sollten sie als Lehrkräfte, aber auch die Schülerinnen und Schüler den wissenschaftlichen Aspekt, der hinter dieser Methode steht, sowie die Funktionsweise zumindest in Ansätzen kennen. Erfinder der Methode war übrigens Tony Buzan (zum Wikipedia-Eintrag).


Hierfür ist es notwendig zu verstehen, wie das Gehirn beim Lernen und beim Speichern von Informationen arbeitet.

Der wissenschaftliche Aspekt


MindMaps haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber der linearen Auflistung von Ideen.


Beispiel MindMap













  • Die Hauptidee wird durch die Platzierung im Zentrum deutlich hervorgehoben
  • Die Gewichtung jeder Idee wird durch ihre Platzierung in der MindMap deutlich
  • Der Zusammenhang von Ideen wird durch die Lage und die Verbindungen untereinander deutlich
  • Die Methode ist übersichtlich, wenn es um das Verändern und Hinzufügen von Informationen geht

In der Forschung geht man davon aus, dass die Methode der Verwendung von MindMaps deswegen so ergiebig ist, weil auch unser Langzeitgedächtnis Informationen nicht linear ordnet, sondern auf ähnlich verknüpfende Weise wie MindMaps es tun.

Wie MindMaps funktionieren, zeigt das folgende Video am Beispiel "Sozialversicherungen“

Wie informativ MindMaps sein können zeigt wahrscheinlich das unten folgende Beispiel am deutlichsten.


Londoner U-Bahn-Netz



















Das Bild des Londoner U-Bahnnetzes ist wahrscheinlich eine der berühmtesten Informationsgrafiken (zum Wikipedia-Eintrag), auch wenn sie lange Zeit vor der Entwicklung der MindMaps entstand. Harry Beck entwarf diese Grafik im Jahr 1931, seit dem wird diese Art der Informationsquelle als Auskunftsmaterial für verschiedene Transportsysteme genutzt.

Anwendung im Klassenzimmer

Unterrichtsbeispiel 1: Nutzung von Freemind (zum Wikipedia-Eintrag)

Freemind ist ein einfach zu nutzendes, kostenloses Programm zur Erstellung von MindMaps. Herunterladen lässt es sich ganz einfach im Internet, in dem sie Freemind über die Google-Suchmaschine suchen. Es bieten sich mehrere Seiten zum Download von Freemind an. Geben Sie den Lernenden ein Thema vor. Zu diesem Thema sollen sie nun eine MindMap erstellen. Dieses kann alleine, in Partnerarbeit oder in Form von Gruppenarbeit durchgeführt werden. Über Freemind sollen die Schülerinnen und Schüler nun ihre gesammelten Ideen ordnen und später der Klasse präsentieren. Reflektieren Sie auch im Nachhinein gemeinsam mit Ihren Schülerinnen und Schüler, ob ihnen die Nutzung von MindMaps für die Aufgabe´geholfen hat.

Wie Freemind funktioniert zeigt das folgende Video

Unterrichtsbeispiel 2: Aus Listen MindMaps erstellen

Nachdem Ihre Schülerinnen und Schüler vertraut sind mit dem Erstellen von MindMaps, können Sie ihnen als Aufgabe geben aus vorgegebenen Listen MindMaps zu erstellen. Sie müssen also lernen eine Reihe von Begriffen sinnvoll zu ordnen. Hierfür bietet sich erneut das Programm Freemind an. Es ist erstaunlich wie viele verschiedene MindMaps durch solche Aufgaben entstehen, die jedoch alle in ihrer Art und Weise wie sind geordnet sind einen Sinn ergeben. Vergleichen sie die verschiedenen Ergebnisse und diskutieren sie die Vor- und Nachteile.

Weitere Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer

Neben Freemind gibt es noch zahlreiche andere Programme, mit denen sich kostenlos elektronisch MindMaps erstellen lassen. Freemind ist jedoch einfach in der Bedienung und liefert trotzdem eine Vielzahl an Möglichkeiten. MindMaps lassen sich aber natürlich nicht nur mit Computerprogrammen erstellen, auch mit Papier und Stift lassen sich Notizen und Ideen gut und übersichtlich auf einem Blatt Papier ordnen.

Weitere Informationen zum Thema bietet auch der folgende Artikel. Dieser geht nicht nur auf die Vorteile von MindMaps ein, sondern betrachtet die Methode auch einmal aus einer kritischen Perspektive (zum Artikel)

Quellen

Videoquellen:

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