Software zum Ansehen, Bewerten und Teilen von Videos/Tonaufnahmen

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Autor: Nic Daniels, Pontydysgu, Pontypridd
Übersetzer: Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Berufskolleg, Herford

Contents

Lernziele

In diesem Artikel geht es um die schon mehrfach im Wiki auftretende Internetseite YouTube (zur Plattform, zum Wikipedia-Eintrag) und den Vorteil des Einsatzes von Videos und Tonaufnahmen im Unterricht. In diesem Kapitel wird ein kurzer Einblick in das Programm gegeben. Sie sollen lernen wie man Videos und Tonaufnahmen anschauen, bewerten, aber auch selber hochladen kann. Unter Punkt drei werden Ihnen noch praktische Beispiele für den Einsatz im Unterricht gegeben.

Einführung

Über YouTube lassen sich Videos zu allen denkbaren Themen und Kategorien finden, anschauen, kommentieren, bewerten und hochladen. YouTube ist in dieser Kategorie seit seiner Entstehung im Jahre 2005 Marktführer. Nach dem Stand von Mai 2013 werden auf der Plattform pro Minute über 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Jeder hat Zugriff auf die verschiedenen Videos und kann sie sich so oft wie gewünscht anschauen. Manche Internetseiten bieten sogar die Möglichkeit Videos aus YouTube herunterzuladen. Hier muss man jedoch darauf achten, dass das Herunterladen auf einem legalen Weg verläuft. YouTube lässt sich sehr einfach bedienen. Nach dem Aufrufen der Webseite kann man ganz einfach über die Such-Leiste Stichwörter eingeben. Das Programm macht sogar passende Vorschläge zu den jeweiligen Stichwörtern.


Suche YouTube

















In sekundenschnelle bietet das Programm eine Liste von allen relevanten Videos. Die Qualität in den Videos variiert sehr stark. Sie müssen also mit der Auswahl der einzelnen Videos sehr vorsichtig und sorgfältig sein. Um selber Videos hochladen oder kommentieren zu können, muss man sich anmelden. Dieses geht ganz einfach über ein Google-Konto. Für jede Nutzerin und jeden Nutzer wird nach der Anmeldung ein eigener Kanal erstellt, auf dem alle hochgeladenen Videos angezeigt werden. Wenn Sie nicht ihren eigenen Namen angeben müssen, können sie auch ein Pseudonym verwenden. Außerdem bietet sich über den Kanal die Möglichkeit andere Kanäle zu abonnieren. Gefällt Ihnen zum Beispiel ein Video von einem anderen Kanal und Sie sind gespannt auf das nächste, können Sie den Kanal abonnieren und bekommen so per Nachricht Bescheid, wenn die Nutzerin oder der Nutzer ein neues Video hochgeladen hat.

Wie man sich einen eigenen Kanal erstellt und dort Videos hochlädt zeigt das folgende Video:

Einführung YouTube

Anwendung im Klassenzimmer



1. Unterrichtsbeispiel: YouTube als Recherche-Quelle

Geben Sie ein Thema vor, zum Beispiel „Kinderarmut in der BRD“. Alleine für das Jahr 2014 treten hier knapp 4000 Treffer auf. Die Lernenden sollen nun anhand von den Videos ein Referat erstellen. Sie sollen keine andere Quelle außer YouTube nutzen. So lernen die Schülerinnen und Schüler zum einen die unterschiedliche Qualität der Videos kennen, zum anderen auch die Vielzahl an Informationen, die sich hinter den einzelnen Videos verbirgt. Ziel ist es ihnen beizubringen aus einer Informationsflut die wichtigsten Informationen herauszusuchen. Auf diese Weise lernen sie auch ganz von selbst den Umgang mit dem Programm.

2. Unterrichtsbeispiel: Die Klasse zu Beauftragten für Videodokumentationen machen

Das zweite Beispiel ist nicht direkt an den Unterricht gebunden. Sammeln Sie in der Schule Aufträge für Ihre Schülerinnen und Schüler. Das kann zum Beispiel eine Aufführung der Tanz-AG, das Finale eines Lesewettbewerbs oder die Verabschiedung einer Lehrkraft sein. Die Lernenden sollen diese besonderen Ereignisse filmen und über einen Schulkanal auf die Plattform YouTube hochladen. Dieses bringt nicht nur Ihnen Nutzen, indem die Lernenden vertrauter im Umgang mit dem Programm werden, sondern auch der Schule, wenn sie positiv durch Videos in der Öffentlichkeit dargestellt wird. In kleinen Gruppen können die Lernenden diese Aufträge übernehmen, sodass jeder einmal an der Reihe war. Bei Fragen und Problemen stehen die Mitschülerinnen und Mitschüler zur Verfügung.

Weitere Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer

Viele Lehrkräfte scheuen sich davor YouTube im Unterricht zu nutzen. Als Grund hierfür wird häufig angegeben, dass eben auch viele „schlechte“ Videos auf der Plattform zur Verfügung stehen. Dennoch sollten Sie die großen Vorteile sehen, die die Ansammlung von den Videos Ihnen für den Unterricht bietet. Ein Text der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen fasst genau dieses auf sehr interessante Art und Weise zusammen.

Natürlich müssen Sie ein Auge darauf haben welche Videos genutzt werden und mit den Lernenden auch die negativen Seiten der Plattform besprechen. Bei gewissenhaftem Umgang und sorgfältiger Auswahl der Videos bieten sich jedoch zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht an.

Doch nicht nur Videos, sondern auch einfach Tonaufnahmen, wie Podcasts (zum Wikipedia-Eintrag) können erfolgreich im Unterricht eingesetzt werden. Über Podcasts können Sie den Unterricht zum Beispiel für Schülerinnen oder Schüler über einen längeren Zeitraum aufnehmen, damit diese den Unterricht trotz Abwesenheit mit verfolgen können. Sie können die Dateien zum Beispiel bei YouTube oder in die Dropbox (zum Wikipedia-Eintrag) hochladen und sie so den Lernenden zur Verfügung stellen. Dieses kann nicht nur für abwesende Schülerinnen und Schüler sinnvoll sein. Auch andere Lernende können von dem Angebot profitieren. Wie Sie Dateien in die Dropbox hochladen und wozu das nützlich sein kann können sie im Artikel „Cloud-Anwendungen“ nachlesen.

Quellen

  • Text der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen zum Text

Videoquellen:

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