Verbesserung der Lesefähigkeiten von Schülerinnen und Schülern

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Autor: Mauro Baiamonte, Liceo Scientifico e Musicale Statale "G., Pesaro
Übersetzung: Rebekka Wilpert, Sozialforschungsstelle der Technische Universität Dortmund, Dortmund

Contents

Lernziele

In diesem Artikel geht es darum wie man die Lesefähigkeiten (zum Wikipedia-Eintrag) der Schülerinnen und Schüler mithilfe von sozialen Medien (zum Wikipedia-Eintrag) verbessern kann. Hierfür gibt es unter Anwendung im Klassenzimmer auch einige praktische Beispiele.

Einführung

Gewöhnlicherweise lernen Schülerinnen und Schüler das Lesen in der eigenen, wie auch in fremden Sprachen, durch das Erlernen von Vokabeln, Grammatik und der Satzstruktur. Lesen und Texte sind sehr vielseitig. Für den Unterricht sollten Sie sich deswegen zunächst einmal klar machen was Ihr Ziel ist. Geht es Ihnen zum Beispiel um das Erlernen von kommunikativen Kompetenzen, bieten sich Texte aus dem alltäglichen Leben, wie Zeitungsartikel oder Webseiten, als Unterrichtsbasis an.


Die drei Hauptaspekte, die eine gute Leserin und einen guten Leser ausmachen und um dessen Förderung es hier hauptsächlich geht, sind folgende:

  1. Ausführliches Lesen
  2. Integration von Vorwissen in den Text
  3. Flexibilität in der Herangehensweise an verschiedene Texte


Anwendung im Klassenzimmer



Unterrichtsbeispiel 1: Nutzung von Hypertexten (zum Wikipedia-Eintrag)



Hypertexte sind Texte, die durch eine netzartige Struktur mit anderen Quellen, Objekten und Informationen verbunden sind. Somit ist fast jede Webseite im Internet ein Hypertext. Durch einen einfachen Klick auf bestimmte Wörter wird man direkt auf die nächste Webseite mit neuen Informationen verbunden.


Hypertext

















Durch die Arbeit mit Hypertexten lernen die Schülerinnen und Schüler die Flexibilität im Leseprozess. Der sonst lineare Lesevorgang wird dynamischer. Bieten Sie Ihren Lernenden einen geeigneten Hypertext als Grundlage können die Schülerinnen und Schüler an den verschiedensten Stellen selber entscheiden wo sie weiter lesen möchten und was sie interessiert. Sie werden flexibel im Umgang mit Texten und lernen ihren Leseprozess eigenständig zu steuern.

Der Text mit dem Titel „Was ist ein Hyperlink?“ gibt zunächst einen Überblick darüber was ein Hyperlink ist. Im Anschluss findet sich noch ein Kapitel zu den Anwendungen von diesen im Unterricht.

Auch dieser Artikel von der Seite „Lehrer-online“ bietet einen Einblick in die Funktion und Nutzungsweise von Hypertexten.

Unterrichtsbeispiel 2: Nutzung von Google News (zur Plattform,zum Wikipedia-Eintrag)

Google News ist eine Nachrichtenseite des Unternehmens Google (zur Plattform, zum Wikipedia-Eintrag). Die Nachrichten auf der Seite stammen nicht alle von Google selber, sondern werden aus den verschiedensten Nachrichtenquellen zusammengetragen. Durch eine einfache und kostenfreie Anmeldung über Google kann man die Nachrichtenseite personalisieren. So könnten Schülerinnen und Schüler hier zum Beispiel ihre Interessen auflisten. Besuchen sie dann Google News werden ihnen Artikel zu den ausgewählten Themen angezeigt. Dieses ist insofern förderlich für die Lesefähigkeit, als das sich verschiedene Quellen und Textarten anbieten. Alle zu einem Thema, das die Lernenden nach eigenem Interesse ausgewählt haben.

Für den Unterricht bedeutet das, dass sie Google News zunächst einmal einführen oder gemeinsam mit Ihrer Klasse entdecken sollten. In Eigenarbeit sollen die Schülerinnen und Schüler nun in Form eines Projektes über einige Wochen Informationen und Artikel zu einem selbst ausgewählten Thema lesen. Alles was sie während der Lesezeit erfahren haben kann nachher in Form von Referaten präsentiert werden. Die Leseangebote werden so zahlreich und abwechslungsreich sein, dass die Schülerinnen und Schüler lernen müssen ausführlich zu lesen und die wichtigsten Informationen herauszufiltern. Durch die Angebote auf verschiedenen Sprachen können auch zum Beispiel Texte auf Englisch mit eingebunden werden.

Wie Google News funktioniert zeigt dieses Video:

Einführung Google News


Unterrichtsbeispiel 3: Nutzung von Google Scholar (zur Plattform, zum Wikipedia-Eintrag)

Google Scholar funktioniert ähnlich wie die normale Google-Suchmaschine, dient aber eher der wissenschaftlichen Literatursuche. Hier können die Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Quellen zu bestimmten Themen finden. Nutzen sie die Funktionen von Google Scholar zunächst gemeinsam bietet sich die Möglichkeit nach Kriterien zu suchen, die eine gute Quelle ausmachen. Die Fähigkeit zwischen geeigneten und ungeeigneten Texten zu unterscheiden ist sehr wichtig für die Lernenden. Dieses Wissen benötigen sie nicht nur während ihrer Schullaufbahn, sondern auch danach, zum Beispiel für die Erstellung von Fach- und Hausarbeiten im Studium.

Neben diesen genannten Medien eigenen sich noch viele andere für die Literatursuche und die Auswahl an Texten, die die Lesefähigkeit von Schülerinnen und Schülern fördern. Trauen Sie sich auch an unbekannte Programme und entdecken Sie die Vorteile dieser.

Weitere Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer

Die Fähigkeit den eigenen Lernweg selber zu gestalten und nach eigenen Interessen zu lernen ist sehr wichtig und fördert die Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Gerade in Bezug auf die Verbesserung der Lesefähigkeit geben soziale Medien die Möglichkeit hierzu. Die Lernenden können selber entdecken welche Textarten ihnen zur Verfügung stehen und sich durch die verschiedensten Informationen arbeiten. Dieses fördert sowohl ihre Ausdauer, wie auch ihre Flexibilität. Sie werden die unterschiedlichsten Herangehensweisen an Texte erlernen und eine eigene Methode zum Erfassen von Texten entwickeln.

Quellen

  • „Was ist ein Hyperlink?“ zum Text
  • Artikel über Hypertexte von der Webseite „Lehrer-Online“ zum Artikel


Videoquellen:

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